Inhalt & Ziel:
Nach einem erfolgreichen Start im Jahr 2025 setzen wir unsere innovative Weiterbildung zur Facherzieher*in für Teilhabe und Inklusion auch im Jahr 2026 fort.
Mit unserem neuen praxisnahen Konzept orientieren wir uns am aktuellen Rahmencurriculum der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) und setzen auf die Vermittlung einer fundierten pädagogischen Haltung sowie notwendiger Kompetenzen zur Förderung der Teilhabechancen aller Kinder.
Unser Konzept basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Prinzipien der Teilhabe, Inklusion, Diversität und Chancengleichheit.
Ziel der Zusatzqualifikation ist es, Ihnen das Wissen und die Werkzeuge an die Hand zu geben, um inklusive und teilhabeorientierte Förderung zu gestalten, institutionelle Strukturen zu reflektieren und flexible pädagogische Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Weiterbildung fördert Ihre Fähigkeit zur Beziehungsarbeit, der Beobachtung und Einschätzung von Entwicklungsschritten sowie der Gestaltung und Evaluation von Lernsettings und Erfahrungsräumen. Im besonderen Fokus steht zudem die Entwicklung eines professionellen Selbstverständnisses.
Wir unterstützen Sie dabei, Ihre professionelle Rolle sowie eigene Denkweisen und Beziehungsmuster zu reflektieren, um eine authentische und beziehungsorientierte pädagogische Praxis zu ermöglichen.
Mit unserem bewährten Konzept begleiten wir Sie dabei, Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Entwicklungsverläufen bestmöglich zu unterstützen und ihnen gerechte Entwicklungs- und Bildungschancen zu eröffnen.
Gestalten Sie eine inklusive Zukunft und melden Sie sich jetzt für unsere Weiterbildung zur Facherzieher*in für Teilhabe und Inklusion an.
Inhalte:
Modul 1 (2x8UE): Professionelle Haltung und Umgang mit Heterogenität
- Ressourcenorientierte pädagogische Ansätze und Methoden der Teilhabegestaltung im Umgang mit Pluralität von Entwicklungsverläufen
- Persönliche Entwicklungspotentiale sowie eigene professionelle Kompetenzen und Haltung
- Heterogenität und Pluralität von Entwicklungsverläufen im Kontext von Erziehung, Bildung und Betreuung im Land Berlin
- Konzepte der präventiven Pädagogik im Kontext von Inklusion und Teilhabe
- Eigene Positionierung in dem System in der Rolle als Facherzieher/in für Teilhabe und Inklusion
- Pädagogische Standortbestimmung
Modul 2 (2x8UE): Gesellschaftlicher Umgang mit Behinderung und Bewältigungsstrategien sowie soziale Herausforderungen in Familien mit beeinträchtigten Kindern
- Kulturell-historische Einbettung und wesentliche Meilensteine der historischen Entwicklung der inklusiven Erziehung, Bildung und Betreuung im Land Berlin
- Geschichte sowie Definition von wesentlichen Begrifflichkeiten im Kontext inklusiven Arbeitens
- Rechtliche Grundlagen (bspw. Gesetz über die Gleichberechtigung von Menschen mit und ohne Behinderungen)
- Behinderungen im Zusammenhang mit Modellen von Krisen-, Trauer- und Bewältigungsprozessen
- Soziale Grenzverletzungen, Kränkungen als eine Grunderfahrung von Familien mit Kindern mit Behinderungen
Modul 3 (8UE): Fachliche Interpretation von Beobachtung im Kontext von systemischer Betrachtung
- Alltagsbeobachtung, professionelle Beobachtung und Reflexion des eignen Beobachtungsprozess (Beobachtungsfehler und Wahrnehmungsprozesse/ Stigmatisierung und Labeling Approach)
- Beobachtungssituationen und ausgewählte Beobachtungsverfahren
- Integrations- / inklusionspädagogische Kind-Umfeld-Analyse
Modul 4 (3x8UE): Individuelle Entwicklungsverläufe und ausgewählte Störungsbilder als Grundlage pädagogischen Handelns
- ICF – Biopsychosoziales Modell und Entwicklungstheorien
- Entwicklungspsychologische Ansätze zum Verständnis von Handlungs-, Lern- und Kooperationsfähigkeit, insbesondere im Hinblick auf individuelle Entwicklungsverläufe und Verhaltensorganisation / Verhaltensregulation
- Bedingungen (früh)kindlicher Entwicklung:
Bindung und professionelle Responsivität Resilienz Gesundheitsbegriff und Gesundheitsförderung - Grundwissen zu verschiedenen ausgewählten Behinderungen/Störungsbildern und dazugehörige diagnostische Verfahren – Teil I
- Grundwissen zu verschiedenen ausgewählten Behinderungen/Störungsbildern und dazugehörige diagnostische Verfahren – Teil II
- Grundwissen zu unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen und deren Umgang mit ausgewählten Behinderungen/Störungsbildern
- Konkrete Beobachtungsinstrumente wie bspw. PERMBogen, PAC-Bogen, Kipphard-Bogen, Beller & Beller
Modul 5 (2x8UE): Besondere Gefährdungslagen von Kindern mit Beeinträchtigung und professioneller Umgang im pädagogischen Kontext
- Auswirkungen von Armut als Lebenswirklichkeit sowie elterlicher Trennung als eine mögliche Folge von Behinderungen mit weiteren Folgen
- Inblicknahme inklusiver kinderschutzrelevanter Aspekte
- Kommunikations- und Konflikttheorien unter Einbeziehung eigener Erfahrungs- und Verhaltensmuster und deren Anwendung in der Arbeit mit Familien mit Kindern mit Behinderungen (u.a. auch Geschwisterkinder)
- Modelle trägerinterner Qualitätsarbeit und Methoden zur Mitwirkung bei der (Weiter-) Entwicklung des integrativen/inklusiven Einrichtungskonzepts
Modul 6 (2x8UE): Rolle der Facherzieherin/ des Facherzieher für Teilhabe und Inklusion und kollegiale Fallarbeit
- Vorstellung und Diskussion der Rolle und Aufgabengebiete der Facherzieherin/des Facherziehers für Teilhabe und Inklusion als Multiplikatorin bzw. Multiplikator
- 2 UE-Einführung, 2 UE-Beratung zu Gliederung und Erstellung des Praxisberichts sowie Einführung der Rahmenbedingungen zur Hospitation
- Rolle von pädagogischen Fachkräften in der interdisziplinären Arbeit:
Stärkung der eigenen professionellen Rolle in der Zusammenarbeit mit anderen Professionen - Kollegiale Fallarbeit als Grundlage einer fachlich-kritischen Feedbackkultur
Modul 7 (3x8UE): Von der Beobachtung zur teilhabeorientierten Förderplanung - Berliner Teilhabe- und Förderplan sowie Antragsverfahren
- Von der Beobachtung zur Dokumentation - Ausgewählte Beobachtungverfahren und Beobachtungsinstrumente und der reflektierte Umgang damit
- Arbeit mit dem Berliner Teilhabe und Förderplan und Perspektiven von Kooperationspartnern auf teilhabeorientierte Förder- und Handlungsplanung
- Berliner Antragsverfahren für Kita und eFöB, rechtliche Rahmenbedingungen und Datenschutz
Modul 8 (4x8UE): Pädagogische Methoden für die inklusive teilhabeorientierte Arbeit mit heterogenen Gruppen anhand ausgewählter Theorien und Methoden
- Inklusive Methoden für die binnendifferenzierte Gestaltung des pädagogischen Alltags in Kita und Ganztagsschule
- Verfahren der partizipativen Förderplanung nach Inkrafttreten des BTHG unter Beachtung des ICF-CY mit Bezug zum Förderbegriff
- Planung und Gestaltung pädagogischer Situationen
- Erarbeitung und Erprobung von inklusiven und teilhabeorientierten Förderangeboten – eine Selbst(lern)erfahrung
Modul 9 (2x8UE): Dialogische Gestaltung von Erziehung- und Bildungspartnerschaft für die inklusive teilhabeorientierte Arbeit
- Dialogische Arbeit mit und Beratung von Familien zu Themen der inklusiven und teilhabeorientierten Arbeit
- Entstehende Momente der Elternarbeit (Eltern-, Entwicklungs- oder Konfliktgespräche, Elterncafés, Elternabende)
- Unterstützungsmöglichkeiten für Familien
- Umgang mit psychisch erkrankten Eltern (inkl. suchterkrankter Eltern) hinsichtlich Wahrung des Kindeswohls und Strategien der Abgrenzung /professioneller Selbstschutz
Modul 10 (2x8UE): Erarbeitung und Umsetzung teilhabeorientierter und inklusiver Strukturen in Einrichtungen
- Reflektieren und Implementieren inklusiver Strukturen in Zusammenarbeit mit der Leitung und in Abstimmung mit dem Team, inkl. Zeitmanagement für die inklusionspädagogischen Aufgaben
- Index für Inklusion, Barrierefreiheit (§4 LGBG)
- Reflexion der Erfahrungen aus den Hospitationen
- Gestaltung von inklusiven und teilhabeorientierten Übergängen innerhalb der Einrichtung und zwischen Einrichtungen
- Reflexion der Erfahrungen aus den Hospitationen
Modul 11 (Tag I 8 UE, Tag II 6 UE): Interdisziplinäre Kooperation und Vernetzung in der Inklusiven teilhabeorientierten Arbeit
- Arbeit in multiprofessionellen Teams, Kooperation mit (schulischen) Akteur*innen; Kooperationspartner*innen, Institutionen und Netzwerke - insbesondere mit Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe
- Reflexion der Erfahrungen aus den Hospitationen
- Reflexion der eignen Rolle sowie des professionellen Selbstverständnisses in der Arbeit als Facherzieherin/Facherzieher für Teilhabe und Inklusion sowie in der Zusammenarbeit mit anderen Professionen
- Selbstbild und Sprachfähigkeit in der eigenen Rolle als Facherzieher/in
Infos:
Zielgruppe: staatlich anerkannte Erzieher*innen, staatlich anerkannte sozialpädagogische Fachkräfte
Zulassungsvoraussetzungen:
- die Zielgruppe umfasst die Personen entsprechend den Maßgaben des §11, Absatz 2 VOKitaFöG4 sowie §19 Absatz 3 SchüFöVO
- bei Antritt der Weiterbildung muss eine mind. einjährige Berufserfahrung als anerkannte sozialpädagogische Fachkraft in Kita oder Ganztagsschule gegeben sein
- die Teilnehmenden der Weiterbildungsmaßnahme bei der PROCEDO-Berlin GmbH müssen über den gesamten Zeitraum die kontinuierliche Beobachtung eines Kindes/Jugendlichen vor Ort in der Einrichtung gewährleisten - diese Beobachtung ist Voraussetzung für den Leistungsnachweis in Form einer Fallarbeit
Abschluss: Senatsanerkanntes qualifiziertes Zertifikat zur*zum Facherzieher*in für Teilhabe und Inklusion / Fachkraft für Teilhabe und Inklusion (sozialpädagogische Fachkräfte)
Abschlussvoraussetzungen: Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss ist
- die regelmäßige Teilnahme an den Modulen (90% Anwesenheit)
- Bestehen der Leistungsnachweise
- Bestehen des Kolloquiums
Uhrzeit Seminare: 09:00 – 16:15 Uhr
Gebühr: 1.750,00 € (zzgl. 70 € bei Ratenzahlung/nur für Privatzahler*innen)
Seminarorte:
- Pro Inklusio - Fachschule für Sozialpädagogik: Muskauer Str. 53, 10997 Berlin-Kreuzberg
- Fort- und Weiterbildung: Attilastr. 178, 12105 Berlin-Tempelhof
- Seminarräume der Fort- und Weiterbildung: Eisenbahnstr. 5, 10997 Berlin-Kreuzberg
Je nach Raumplanung können einzelne Module an jedem der Standorte stattfinden.
Kontakt für Fragen:
Seminarmanagement
Tel.: (030) 609 83 78 90
seminarmanagement@diebildungspartner.de
Wir schicken Ihnen auf Anfrage gerne ein ausführliches Curriculum zu.
Anmeldung
Kurs B0127, Start: 27.01.2027, Gesamtdauer: Januar 2027 bis März 2028
Datum
Modul
27.-28.01.2027
Modul 1
01.-02.03.2027
Modul 2
15.03.2027
Modul 3
22.-23.04. & 26.-27.04.2027
Modul 4
26.-27.05.2027
Modul 5
28.-29.06.2027
Modul 6
24.-25.08. & 08.09.2027
Modul 7
individuell buchbar
Praxistag
07.-08.10. & 01.11.2027
Modul 8
06.12.2027
Abgabe schriftlicher Leistungsnachweis
Schwerpunkt: Fallarbeit
09.-10.12.2027
Modul 9
im Zeitraum der Kernmodule zu absolvieren
Hospitation
10. - 11.01.2028
Modul 10
10. & 11.01.2028
Projektpräsentationen
jeweils an den Nachmittagen
Schwerpunkt: Abbau von Barrieren
10.-11.02.2028
Modul 11
02. & 03.03.2028
Fachgespräch
Vorstellung des Falls aus den schriftlichen Arbeiten
Kurs B0227, Start: 10.05.2027, Gesamtdauer: Mai 2027 bis Mai 2028
Datum
Modul
10.-11.05.2027
Modul 1
07.-08.06.2027
Modul 2
21.06.2027
Modul 3
02.-03.09. & 06.-07.09.2027
Modul 4
05.-06.10.2027
Modul 5
28.-29.10.2027
Modul 6
29.-30.11. & 13.12.2027
Modul 7
06.-07.01. & 24.01.2028
Modul 8
individuell buchbar
Praxistag
18.02.2028
Abgabe schriftlicher Leistungsnachweis: Schwerpunkt Fallarbeit
22.-23.02.2028
Modul 9
im Zeitraum der Kernmodule zu absolvieren
Hospitation
16.-17.03.2028
Modul 10
16. & 17.03.2028
Projektpräsentation
jeweils an den Nachmittagen
Schwerpunkt: Abbau von Barrieren
24. & 25.04.2028
Modul 11
18. & 19.05.2028
Fachgespräch
Vorstellung des Falls aus den schriftlichen Abschlussarbeiten
Kurs B0327, Start: 13.09.2027, Gesamtdauer: September 2027 bis September 2028
Datum
Modul
13.-14.09.2027
Modul 1
04.-05.10.2027
Modul 2
02.11.2027
Modul 3
02.-03.12. & 05.-06.12.2027
Modul 4
03.-04.01.2028
Modul 5
25.-26.01.2028
Modul 6
17.-18.02. & 01.03.2028
Modul 7
03.-04.04 & 26.04.2028
Modul 8
individuell buchbar
Praxistag
24.05.2028
Abgabe schriftliche Abschlussarbeit
Schwerpunkt: Fallarbeit
29.-30.05.2028
Modul 9
im Zeitraum der Kernmodule zu absolvieren
Hospitation
26.-27.06.2028
Modul 10
26. & 27.06.2028
Projektpräsentation
jeweils an den Nachmittagen
Schwerpunkt: Abbau von Barrieren
24.-25.08.2028
Modul 11
11. & 12.09.2028
Fachgespräch
Vorstellung des Falls aus den schriftlichen Abschlussarbeiten
Kurs B0427, Start: 08.11.2027, Gesamtdauer: November 2027 bis September 2028
Datum
Modul
08.-09.11.2027
Modul 1
14.-15.11.2027
Modul 2
14.01.2028
Modul 3
24.-25.02. & 28.-29.02.2028
Modul 4
20.-21.03.2028
Modul 5
27.-28.04.2028
Modul 6
22.-23.05. & 12.06.2028
Modul 7
28.-29.06. & 23.08.2028
Modul 8
individuell buchbar
Praxistag
22.09.2028
Abgabe schriftliche Abschlussarbeit
Schwerpunkt: Fallarbeit
25.-26.09.2028
Modul 9
im Zeitraum der Kernmodule zu absolvieren
Hospitation
19.-20.10.2028
Modul 10
19. & 20.10.2028
Projektpräsentation
jeweils an den Nachmittagen
Schwerpunkt: Abbau von Barrieren
13.-14.11.2028
Modul 11
04. & 05.12.2028
Fachgespräch
Vorstellung des Falls aus den schriftlichen Abschlussarbeiten




